Weiterbildung im Beruf qualifiziert und sichert den Arbeitsplatz
Eine Weiterbildung dient der Erweiterung und Vertiefung von Wissen und besonderen Fertigkeiten oder Fähigkeiten und kann auch im Rahmen einer bereits bestehenden beruflichen Tätigkeit durchgeführt werden. Weiterbildung im Beruf geht von den jeweiligen Unternehmen aus. Dabei besteht die Wahl aus verschiedenen Angeboten. Die Vermittlung von Wissen kann in speziellen Workshops, Seminaren oder hausintern erfolgen. Eine Weiterbildung im Beruf mittels E-Learning kann von dem Betreffenden auch von Zuhause aus wahrgenommen werden. Weiterbildung im Beruf schafft Sicherheit im Job und bildet die Basis für vielfältige Aufstiegschancen innerhalb des jeweiligen Unternehmens.
Die Formen der Weiterbildung
In einer Fortbildung werden bereits durch den Ausbildungsberuf erlernte Kenntnisse und Fertigkeiten vertieft, erweitert und den neuesten Entwicklungsständen angepasst. Fortbildungen bieten Aufstiegschancen im jeweiligen Beruf. Das vermittelte Wissen muss in Prüfungen nachgewiesen werden, welche von der IHK oder den Handwerkskammern durchgeführt werden. Fortbildungen werden meist durch von den Bundesministerien herausgegebene Verordnungen geregelt. Besuchen Facharbeiter entsprechende Kurse, um zum Beispiel ihre Meisterprüfung abzulegen, spricht man von einer Aufstiegsfortbildung. Als besondere Form der Fortbildung gelten Unterweisungen, welche das Arbeitsschutzgesetz vorschreibt, wenn bestimmte Veränderungen in den Arbeitsabläufen entstehen oder der Betreffende innerhalb des Betriebes versetzt werden soll.
Die Umschulung
Eine Umschulung qualifiziert den Arbeitnehmer zur Ausübung einer artfremden Tätigkeit. Als Weiterbildung im Beruf ist eine Umschulung angezeigt, wenn ein betriebsinterner Wechsel ansteht, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen oder einer personalbedingten Umsetzung. Am Ende einer Umschulung muss der Betreffende eine Prüfung vor der IHK oder der Handwerkskammer ablegen. Eine betriebliche Umschulung läuft zeitgleich mit der beruflichen Tätigkeit, parallel hierzu wird die Staatliche Berufschule besucht. Als eine Weiterbildung im Beruf wird auch der Erwerb einer Zusatzqualifikation angesehen, dabei eignet sich der Arbeitnehmer Kenntnisse an, welcher über das reguläre Berufsbild hinausgehen. Dazu zählen Computerkurse, Fremdsprachenlehrgänge, Auslandsaufenthalte im Rahmen spezieller Austauschprogramme oder Schlüsselqualifikationen wie Kommunikation oder Rhetorik.
Die höhere Berufliche Qualifikation
Jeder Arbeitnehmer besitzt die Möglichkeit, eine Weiterbildung im Beruf auch
im Selbststudium vorzunehmen. Dabei kann er die Angebote der Fernschulen oder der Volkshochschulen nutzen, um sich bestimmte Fähigkeiten anzueignen, um eine höhere berufliche Qualifikation zu erreichen. Als neuere Variante der Weiterbildung im Beruf gilt Training on the job. Die Weiterbildung erfolgt unmittelbar am Arbeitsplatz und macht den Arbeitnehmer mit dem neuesten Entwicklungsstand des jeweiligen Berufsfeldes vertraut.
Die Finanzierung einer Weiterbildung im Beruf
Die Weiterbildung im Beruf findet größtenteils während der Arbeitszeit statt. Häufig werden auch die Freizeit und das Wochenende für die Weiterbildung genutzt. Die anfallenden Kosten werden in diesem Fall oftmals zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gesplittert. In der Regel wird die Weiterbildung im Beruf durch den Arbeitgeber oder öffentliche Mittel der EU oder der Agentur für Arbeit finanziert. Ein Selbststudium zahlt der Arbeitnehmer dagegen aus eigener Tasche. Bei einer betrieblichen Weiterbildung übernimmt das Unternehmen die Kosten, wenn es sich um im Rahmen von Personal-Entwicklungs Maßnahmen veranschlagte Fortbildungen handelt. Eine berufliche Weiterbildung lohnt besonders auf lange Sicht. Dazu zählen ärztliche Weiterbildungen, Telefontraining oder die Schaffung von Lerninseln, wo der Arbeitnehmer eigenständig ein Projekt bearbeitet und dabei angehalten wird, ganzheitlich zu denken, Verantwortung zu übernehmen und seine fachlichen Kompetenzen unter Beweis zu stellen.
Foto Rudyanto Wijaya Fotolia
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